Montag, August 20

Diese Digital-Trends sind für den Autohandel wichtig

Gerade im Bereich der Apps und der Digitalsphäre jagt eine neue Entwicklung oft die nächste. Und nur eine Minderheit setzt sich im Alltag durch. Diese drei Trends könnten für den Autohandel relevant werden.

Digital Payment

Deutschland ist Bargeldland. Knapp 78 Prozent aller Einkäufe werden bar bezahlt, das ist im internationalen Vergleich ein hoher Wert. Das Zahlungssystem ApplePay ist beispielsweise in 26 Ländern weltweit verfügbar – die Bundesrepublik ist nicht dabei.

Dennoch lohnt der Blick auf die neuen Bezahlsysteme via Smartphone. Gerade die jüngere Generation trägt wenig Münzgeld mit sich herum und setzt stattdessen auf Apps. Für die sogenannten Peer-to-Peer-Zahlungen gibt es im deutschen Markt eine Reihe von Anbietern, darunter Paypal, Lendstar und Cringle, um nur einige zu nennen. Auch Banken bieten verschlüsselte Zahlungen von Handy zu Handy an. Spannend ist, wer sich in diesem Markt durchsetzen wird, denn noch dürfte die Vielfalt der Anbieter ein weiterer Grund sein, weshalb sich die Technologie noch nicht durchgesetzt hat.

Chatbots

Opel setzt sie bereits ein. Maggi auch. Zalando ist ebenfalls mit dabei. Die Rede ist von Chatbots, die meist über den Facebook Messenger bei einfachen Anfragen wie dem Vereinbaren einer Probefahrt (Opel) assistieren. Oder nach individuellen Geschmacksvorlieben Kochrezepte zusammenstellen (Maggi). Noch hakt die Technologie bei komplexen Fragestellungen, gut funktioniert sie dagegen bei einfachen Fragen.

Wenn also Technologie dabei hilft, dem Kunden schnell und zuverlässig zu jeder Tages- und Nachtzeit Antworten zu geben – wieso sollten Chatbots nicht in Zukunft zu einer erfolgreichen Kundenbindung beitragen?

Video-Streaming: Content für mehrere Kanäle konzipieren

Die Vielfalt der Kanäle, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten, kann überwältigend sein. Und es kommen immer neue Möglichkeiten dazu, zuletzt beispielsweise WhatsApp. Welche in Frage kommen, hängt stark von der Zielgruppe und den verfügbaren Ressourcen ab. Doch es lohnt sich auch, bestehende Kommunikationswege mit neuen Inhalten anzureichern. Vor allem Videos sind hier interessant. Dabei kann es sich um ein Live-Video aus dem Autohaus, die Übertragung einer externen Veranstaltung oder auch um Erklärvideos zu neuen Modellen handeln. Auch Interviews mit Mitarbeitern sind denkbar. Die Videos müssen nicht immer hochseriös sein – kurze (ca. 2 Minuten) und authentische Videos mit Humor sorgen oft für die größte Aufmerksamkeit!

Welche Relevanz können diese Trends für den Autohandel haben? Fest steht, dass der persönliche Kundenkontakt immer seltener wird. Eine Studie des TÜV Nord zeigt, dass Autokäufer durchschnittlich nur noch 1,4 Mal vor dem Kaufabschluss in den Verkaufsraum des Autohauses kommen. Händler müssen ihre Vertriebs- und Marketing-Mittel auf diese Entwicklung einstellen und Möglichkeiten finden, die Kundenbindung auf neuen Wegen zu intensivieren.